AG GESUNDHEIT IN DER DDR

AG GESUNDHEIT IN DER DDR

Die AG „Gesundheit in der DDR“ beschäftigt sich mit den geschlossenen venerologischen Stationen in der DDR. In diese Stationen wurden Frauen und Mädchen ab dem zwölften Lebensjahr meist ohne medizinische Indikation eingewiesen und sollten durch Maßnahmen einer politisierten Medizin zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen werden. Viele der Betroffenen leiden bis heute unter den Spätfolgen der Disziplinierungsmaßnahmen und Misshandlungen (u.a Angst vor Gynäkologen und Ärzten, Inkontinenz und sexuelle Inappetenz).

Leider gibt es nur sehr wenig Bewusstsein in der Öffentlichkeit für das Unrecht, das Tausenden Frauen widerfahren ist. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die Thematik durch Vorträge und Zeitzeug*innengespräche präsenter zu machen und setzen uns dafür ein, dass das Thema in den Lehrplan an unserer Fakultät aufgenommen wird, da das Wissen über den Missbrauch von Menschen unter medizinischem Vorwand für Medizinstudierende und damit potentielle zukünftige Ansprechpartner*innen von besonderer Relevanz ist.